Lehrgang in der Brandsimulationsanlage

Freiwillige Feuerwehr Stadtlengsfeld und Freiwillige Feuerwehr Gehaus zum Lehrgang in der Brandsimulationsanlage der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Bad Köstritz.

Die Feuerwehren der Stadt Stadtlengsfeld fuhren gemeinsam zur Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) nach Bad Köstritz um in der Brandsimulationsanlage zu trainieren. Der Tag begann früh für die Feuerwehrkameraden. Bereits um 05.30 Uhr traf man sich im Feuerwehrhaus der FFw Stadtlengsfeld um die persönliche Schutzausrüstung und benötigten feuerwehrtechnischen Geräte, z. Bsp. Atemschutzmasken, Atemschutzgeräte und Sauerstoffflaschen, zu verladen. Einen Teil der Ausrüstung verlastete man bereits am Vorabend auf die Feuerwehrfahrzeuge. Am Samstag um 08.00 Uhr begann der Lehrgang in Bad Köstritz.

In der Brandsimulationsanlage wurden auf mehreren Etagen verschiedene Szenarien aufgebaut, um Innenangriffe zu trainieren. Die Insgesamt 10 Lehrgangsteilnehmer der beiden Feuerwehren wurden ich Trupps zu jeweils 2 Kameraden aufgeteilt. Die erste Übung bestand darin, einen simulierten Brand in einer Werkstatt zu löschen. Die Werkstatt befand sich im Erdgeschoss. In die Werkstatt eingedrungen mussten Gasflaschen gekühlt und eine Werkbank gelöscht werden. Eine Übung zum eingewöhnen.

Schwieriger gestaltete sich schon die zweite Aufgabe. Durch das Erdgeschoss musste man den Weg in eine Garage finden und dort wurde ein PKW im Vollbrand simuliert. Außerdem war hier einen Gasflasche versteckt. Diese musste erst gekühlt und dann aus der Garage verbracht werden. Diese Aufgabe gestaltete sich schon schwieriger als die erste Aufgabe. Ganz schön warm wurde es unter der schweren persönlichen Schutzausrüstung.

Nun begannen die Aufgaben schwieriger zu werden. Im 1. Obergeschoss galt es einen Küchenbrand zu löschen. Das verlegen der Schläuche im Treppenaufgang war schon die erste Herausforderung für die Kameraden. An der Küchentür angekommen fühlte man die Tür auf Hitze ab. Die Hitze in den Übungsräumen war so hoch, dass das eingesetzte Löschwasser erst einmal verdampfte und den Kameraden oft auch die Sicht nahm. Immer wieder mussten die Atemschutzmasken, vom Kondenswasser durch wischen auf der Sichtscheibe, befreit werden. Nur die Beleuchtungsgeräte, Helmlampen oder Handlampen, verschafften den Einsatzkräften Sicht. Keine leicht Aufgabe sich in einem total verqualmten, brennenden Zimmer zu orientieren. Bei jeder Übung lernten die Kameraden dazu.

Über zwei Etagen ging es bei der vierten Übung. Erst brannte das Wohnzimmer und anschließend musste man über eine enge Wendeltreppe in die darunter liegende Etage vordringen und ein Feuer bekämpfen. Hier herrschte die größte Rauch- und Hitzeentwicklung. Nach jeder Übung wurde mit den Trupps eine Auswertung durchgeführt und Fehler besprochen. Die Einsatzzeiten für jede Aufgabe waren ca. 4- 10 Minuten. Gegen 15.30 Uhr war der Lehrgang beendet und eine Gesamtauswertung fand statt. Die Ausbilder waren Holger Schwarz, FFw Dietlas, sowie Enrico Pfeiffer, FFw Schweina. Anschließend ging es auf die ca. 2 Stunden dauernde Heimreise. Gegen 18.00 Uhr erreichte man das Gerätehaus der FFw Stadtlengsfeld.

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